Archive for Juli, 2008

rezensionen (iii)

Freitag, Juli 25th, 2008

“tannöd” von andrea maria schenkel

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51xn-ALPgoL._SL160_.jpg rezensionen (iii)tannöd ist schauplatz eines abscheulichen verbrechens: eine ganze bauernfamilie wird auf ihrem hof mit der spitzhacke brutal erschlagen. warum das buch aber diverse krimipreise gewonnen und bestsellerlisten angeführt hat, ist mit diesem initialen verbrechen noch nicht zu erklären. denn einen stabilen spannungsbogen auzubauen gelingt der autorin nicht. die geschehnisse werden aus unterschiedlichen sichtweisen geschildert, meist in einer art interview nicht direkt beteiligter. das schafft eine merkwürdige distanz, es hilft mehr die verhältnisse in tannöd zu erfassen, als wirklich spannung aufzubauen. und gerade als die ganze schreckenstat dem leser vollständig präsentiert ist, wird schon der wenig diabolische täter präsentiert. was auch immer den ruhm dieses kurzen bandes verursacht hat, eine inhaltliche begründung lässt sich dafür kaum geben. immerhin, gelangweilt hab ich mich in den 2 stunden auch nicht. (5/10)

rezensionen (ii)

Donnerstag, Juli 24th, 2008

“whiskey ist auch in ordnung” von joshua sobol

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51DgUVp0--L._SL160_.jpg“ein literarisches rätsel von bewunderswerter rafinesse” schrieb die FAZ. aber wie das so ist mit dem lösen von rästeln: richtig spaß macht es nur, wenn es auch gelingt. andernfalls wird man unleidig und unzufrieden. mit sich und dem rätsel, das viel zu schwer ist. trotz sprachlich beeindruckender passagen ist es im ersten drittel kaum möglich einen handlungsstrang zu identifizieren. erst später bessert sich das und man kann teile der geschichte zusammensetzen, doch bleiben  viele ereignisse und handlungen unerklärt, motivlos. immerhin kommt die hauptfigur, deren namen ich auch nach über 300 seiten nicht korrekt nennen kann, zu ihrem unterhaltsamen showdown. und doch bleibt das gefühl, dass hier viel möglich war und viel verschenkt wurde. auch wenn hier einige die komplette jüdische geschichte des 20. jahrhunderts (ZEIT) zu entdecken glauben: diese macht noch keinen guten roman und lässt sich zudem didaktisch klüger vermitteln. (5/10)

rezensionen (i)

Dienstag, Juli 15th, 2008

“matchball in moldavien” von tony hawks

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HGE33TZ0L._SL160_.jpg rezensionen (i)die geschichte hat man vielleicht schon mal aufgeschnappt: da wettet ein typ im suff mit seinem kumpel, dass er jeden der 11 spieler der moldawischen fußballnationalmannschaft nacheinander im tennis besiegen wird. klingt nicht einfach. ist es auch nicht.

“matchball” ist keine große literatur, kein sprachlicher genuß. es spielt vielleicht bisweilen etwas zu sehr mit klischees. aber es hat seinen eigenen witz, erzählt einiges über moldawien, und lebt natürlich vor allem von seiner abstrusen story. und letztlich es ist sogar ein buch mit einer message. das tröstet problemlos darüber weg, das tony hawks allenfalls ein durchschnittlicher schriftsteller ist, und macht es zu einem sehr kurzweiligen wie lesenswerten buch. (8/10)

öfter mal was neues

Sonntag, Juli 6th, 2008

und wieder eine neue homepage. und erstmalig gar nicht in schwarz. außerdem son bisken zum mitmachen durch die kommentar-funktion. ich hoffe, das interessierte publikum findet gefallen daran. und zu erinnerung hier nochmal die ursprünglichen layouts dieser domain zum gucken und wundern. ;-)