rezensionen (iii)
Freitag, Juli 25th, 2008“tannöd” von andrea maria schenkel

tannöd ist schauplatz eines abscheulichen verbrechens: eine ganze bauernfamilie wird auf ihrem hof mit der spitzhacke brutal erschlagen. warum das buch aber diverse krimipreise gewonnen und bestsellerlisten angeführt hat, ist mit diesem initialen verbrechen noch nicht zu erklären. denn einen stabilen spannungsbogen auzubauen gelingt der autorin nicht. die geschehnisse werden aus unterschiedlichen sichtweisen geschildert, meist in einer art interview nicht direkt beteiligter. das schafft eine merkwürdige distanz, es hilft mehr die verhältnisse in tannöd zu erfassen, als wirklich spannung aufzubauen. und gerade als die ganze schreckenstat dem leser vollständig präsentiert ist, wird schon der wenig diabolische täter präsentiert. was auch immer den ruhm dieses kurzen bandes verursacht hat, eine inhaltliche begründung lässt sich dafür kaum geben. immerhin, gelangweilt hab ich mich in den 2 stunden auch nicht. (5/10)







