rezensionen (ii)

“whiskey ist auch in ordnung” von joshua sobol

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51DgUVp0--L._SL160_.jpg“ein literarisches rätsel von bewunderswerter rafinesse” schrieb die FAZ. aber wie das so ist mit dem lösen von rästeln: richtig spaß macht es nur, wenn es auch gelingt. andernfalls wird man unleidig und unzufrieden. mit sich und dem rätsel, das viel zu schwer ist. trotz sprachlich beeindruckender passagen ist es im ersten drittel kaum möglich einen handlungsstrang zu identifizieren. erst später bessert sich das und man kann teile der geschichte zusammensetzen, doch bleiben  viele ereignisse und handlungen unerklärt, motivlos. immerhin kommt die hauptfigur, deren namen ich auch nach über 300 seiten nicht korrekt nennen kann, zu ihrem unterhaltsamen showdown. und doch bleibt das gefühl, dass hier viel möglich war und viel verschenkt wurde. auch wenn hier einige die komplette jüdische geschichte des 20. jahrhunderts (ZEIT) zu entdecken glauben: diese macht noch keinen guten roman und lässt sich zudem didaktisch klüger vermitteln. (5/10)

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