rezensionen (iii)
“tannöd” von andrea maria schenkel

tannöd ist schauplatz eines abscheulichen verbrechens: eine ganze bauernfamilie wird auf ihrem hof mit der spitzhacke brutal erschlagen. warum das buch aber diverse krimipreise gewonnen und bestsellerlisten angeführt hat, ist mit diesem initialen verbrechen noch nicht zu erklären. denn einen stabilen spannungsbogen auzubauen gelingt der autorin nicht. die geschehnisse werden aus unterschiedlichen sichtweisen geschildert, meist in einer art interview nicht direkt beteiligter. das schafft eine merkwürdige distanz, es hilft mehr die verhältnisse in tannöd zu erfassen, als wirklich spannung aufzubauen. und gerade als die ganze schreckenstat dem leser vollständig präsentiert ist, wird schon der wenig diabolische täter präsentiert. was auch immer den ruhm dieses kurzen bandes verursacht hat, eine inhaltliche begründung lässt sich dafür kaum geben. immerhin, gelangweilt hab ich mich in den 2 stunden auch nicht. (5/10)






Sonntag, 3. August 2008 um 20:40 Uhr
wahrscheinlich ist die eingefahrene krimiszene derartig auf die ausnahmsweise mal abweichende erzählperspektive abgefahren, dass ihr die die lücken im plot gar nicht so aufgefallen sind. bis zum bösewicht bin ich nicht mehr vorgedrungen und sozialstudien des dunkelbayrischen gibt’s auch woanders (besser).
Montag, 4. August 2008 um 23:29 Uhr
wenigstens muss man sich nicht durch 500 seiten quälen, um die profane (fiktive) wahrheit zu erfahren…
wenn jemand nen guten krimi weiss: bitte melden!