rezensionen (ix)
flight 93 (usa 2006)
irgendwie ist mir dieser katastrophen-streifen letztens vor die augen gekommen. vielleicht war es ein impuls nach der flugzeugkatastrophe von madrid (20. august). kurz zusammengefasst zeigt der film die geschehnisse an bord des fluges ua 93, einer am 11. september 2001 in den usa entführten boeing 757. das flugzeug sollte wohl ebenfalls in ein ausgesuchtes ziel – das weisse haus? – gestürzt werden. wie realistisch die darstellung der geschehnisse ist, lässt sich schwer beurteilen. es gelingt regisseur peter markle jedenfalls durchaus eine halbwegs fesselnde atmosphäre zu erschaffen. aber den film als “aufwühlend” oder “packend” zu beschreiben, das entbehrt dann doch jeder grundlage.
die geschichte ist wenig überraschend (zugegeben, das ist bei der verfilmung bekannter ereignisse oft so) und die emotionalität von wahrhaft finalen gesprächen unter menschen, die sich sehr nahe stehen, verliert nach der x-ten konstellation doch ihre kraft. auch mit tollen aufnahmen kann der film nicht aufwarten, spielt sich doch das meiste im flugzeug oder auf privaten terrassen ab. die reingeschnittenen bilder des WTC sind hier – obwohl 100fach gesehen – die beeindrucklendsten. Und so kommt es, dass “flug 93″ kein sonderlich bemerkenswerter film geworden ist. amerikanerInnen haben vielleicht einen anderen zugang zu diesem film und kommen daher vielleicht auch zu einer anderen bewertung. bei mir aber reicht es nur zu (5/10).
ps: der film ist leicht mit dem film “flug 93” von paul greengrass zu verwechseln. letzterer soll aber weit besser sein und ist nicht der, den ich sah.





