rezensionen (vii)

“wovon ich rede, wenn ich vom laufen rede” von haruki murakami

41L97LnMdhL. SL160  rezensionen (vii)der wohl aktuell bedeutendste japanische schriftsteller, haruki murakami, hat mittlerweile auch in deutsch zahlreiche romane veröffentlicht. sein neuestes buch ist aber kein roman, sondern eher eine aufsatzsammlung über seine zweite große leidenschaft neben dem schreiben: das laufen. zahlreiche absolvierte marathonläufe, sogar ein ultra-marathon über 100km und mehrere triathlonwettkämpfe zeugen von der ernsthaftigkeit und bedeutung des laufens für murakami. daher ist dieses buch zuvorderst ein buch über ihn selbst – murakami plädiert selbst sogar für den begriff “lebenserinnerungen” (S. 161). bei der lektüre des buches erfährt man nicht nur einiges über seine läufe und die zugrundeliegende intention, sondern auch viel über ihn und seine schriftstellerei. letztlich ist das kurzweilig und durchaus interessant, unter zwei voraussetzungen: 1. man kann sich in die situation des langstreckenlaufens zumindest hineinversetzen. 2. man interessiert sich für die person haruki murakami. auf mich trifft beides zu, daher habe ich es gerne gelesen. andernfalls dürfte das buch aber nicht weiter von belang sein. (7/10)

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