rezensionen (x)
“die vermessung der welt” von daniel kehlmann

zwei wissenschaftler, der mathematiker carl friedrich gauß (1777–1855) und der naturforscher alexander von humboldt (1769–1859), sind die zentralen figuren dieses von der kritik gefeierten und millionenfach verkauften romans. beide versuchen sich auf ihre art an der vermessung der welt: humboldt reist durch die welt und besteht allerlei abenteuer, gauß will aus göttingen am liebsten gar nicht raus und hat dennoch den ein oder anderen richtig schlauen gedanken. die durchgehend süffisant-ironische erzählweise macht die doppel-biographische erzählung dabei zu einem kurzweiligen lesevergnügen. subtil, oft witzig und auch in ernsten passagen ungewöhnlich leicht klingend ist “die vermessung” durchweg gelungen. gleichwohl kann ich mich nur bedingt mit dem buch anfreunden, da es letztlich auch ein stück weit belanglos bleibt. es ist l’art pour l’art – im positiven, aber auch im negativen sinne. und ich finde, ein gutes buch darf ruhig auch mal weh tun. (6/10)






Samstag, 13. September 2008 um 12:02 Uhr
Habe das Buch auch gelesen. Es ist kurzweilig. Die Belanglosigkeit, wie sie hier genannt wird, hat mich aber mehr gestört.
Samstag, 18. Oktober 2008 um 19:34 Uhr
[...] man könnte auch murakami den vorwurf der belanglosigkeit machen. doch im gegensatz zu kehlmanns “vermessung” bietet murakami zumindest anhaltspunkte für die sinnsuche. man hat ständig das [...]
Sonntag, 9. November 2008 um 16:22 Uhr
[...] Christian Haberecht [...]