rezensionen (xii)

“somebody outside” von anna ternheim

519Z1KDK7WL. SL160  rezensionen (xii)es ist selten geworden. so richtig selten. in den letzten monaten ist es aber hin und wieder passiert: ich habe – statt der üblichen mp3-files – eine echte compact disc (cd) gehört. und zwar das album “somebody outside” von anna ternheim. ich bekam die cd zum geburtstag geschenkt und mittlerweile kenn ich sie so gut, dass sie hier eine kleine würdigung erfahren soll.

anna ternheim, die mir bis dato völlig unbekannt war, ist eine schwedische singer-songwriterin und “somebody outside” ihr debutalbum aus dem jahr 2004. und noch vor dem ersten hören war sie mir aufgrund der covergestaltung gleich sympathisch: in der dämmerung vor einem see gibt sie sich düster, ihr gesicht ist völlig im dunkel verschwunden, während ihre umrisse klar sind und das haar sogar funkelt. innern sind nur einige dezente schwarz-weiss-fotos und die songtexte abgedruckt.

das album beherbergt dementsprechend zehn stücke, die wahrlich nicht zum mitschunkeln gemacht sind. meist eher leise und intensive lieder bringt anna vor, mit einer feinen prise düsternis. mit ihrer unverwechselbaren stimme gelingt ihr durchaus sowas wie ein eigener, sehr angenehmer stil. doch auch wenn ich das album jetzt seit monaten immer mal wieder höre, will es mich doch nicht völlig begeistern. es ist gut, keine frage. es nervt nicht. es kann stundenlang im hintergrund laufen. und immer wieder auch im vordergrund. und doch springt der funke nur selten über. es gibt kein wirklich schlechtes stück auf der platte. mit “i’ll follow you tonight”, “i say no” und “shoreline” sind ihr sogar wirklich großartige stücke gelungen. und doch, in seiner gesamtheit packt einen “somebody outside” doch nicht genug. es ist eine echte perle im meer der singer-songwritermusik. aber eben doch nicht die schönste.

andererseits ist das album interesant genug, um auch die beiden nachfolger “separation road” und “leaving on mayday” mal hinein zu hören. wenn sie mir also jemand schenken mag: nur zu! ;-) für “somebody outside” ergeht jedenfalls ein herzlicher dank an die skatrunde. (7/10)

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